Benjamin Houlihan<br />
Untitled (Besetzter), 2011-2014<br />
Foto: Annette Kradisch		<br />

BENJAMIN HOULIHAN

Lothar-Fischer-Preis 2019

28. Juni – 11. Oktober 2020

Einführung: Georg Elben, Direktor Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl

Benjamin Houlihan (*1975) verknüpft in seiner zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit changierenden Formensprache gekonnt gattungsübergreifend Malerei, Zeichnung und Skulptur. Mit seinen aus coloriertem Bauschaum aufgeblasenen oder fragil abgeschliffenen Arbeiten stellt der Bildhauer die Betrachter-Sichtweisen immer wieder neu auf die Probe. Der international agierende Künstler und ehemalige Meisterschüler von Georg Herold lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Francisco de Goya<br />
Cap. Blatt 43: Der Traum der Vernunft gebiert Ungeheuer, 1979(Detail)<br />
© Morat Institut, Freiburg

FRANCISCO DE GOYA

Radierungen
Die Sammlung des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg i.Br.

25. Oktober – 31. Januar 2021

Mit der für das Museum eher ungewöhnlichen Ausstellung wird der große Meister der europäischen Kunstgeschichte, der spanische Maler, Zeichner und Grafiker Francisco de Goya (1746-1828) gewürdigt. Präsentiert werden Goyas drei umfangreiche Radierfolgen, die 1799 veröffentlichten Los Caprichos, die Los Desastre de la Guerra (um 1808-1814) und die La Tauromaquia von 1815/1816. Die Blätter zeigen den Hofmaler Goya als einen genauen Beobachter und Analytiker, der düster und sarkastisch die sozialen und politischen Missstände seiner Zeit darlegt. Alle Grafiken sind in ersten Auflagen gedruckt und zeugen von herausragender Qualität, was die Werkschau zu einem Ausstellungshöhepunkt im Jahr 2020 macht.
Parallel wird im Obergeschoss Arnulf Rainers (*1929) Goya-Serie gezeigt.

Helmut Sturm<br />
Ohne Titel, 1978/1982<br />
Foto: Andreas Pauly

HELMUT STURM

Spielfelder der Wirklichkeit

14. Februar – 9. Mai 2021

Die Retrospektive gibt erstmals einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Werk des Malers Helmut Sturm (1932–2008) und beleuchtet seine verschiedenen Schaffensphasen. Sturms farbmächtige Arbeiten sind bedeutende Zeugnisse einer abstrakt expressiven Malerei in Deutschland nach 1945, die es versteht, das Figurative in die dynamischen Bildwelten einzubinden. Für den Maler war die Leinwand ein »räumlich bewegtes Spielfeld«, in dem sich Geschlossenheit und Expansion, Konstruktion und spontaner Gestus mit »allerlei Gerümpel aus der Spielzeugkiste der Wirklichkeit« vereinen. Die permanente Befragung seiner Malerei hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. Der langjährige Professor an der Kunstakademie München gehörte zu den Gründungsmitgliedern und zentralen Akteuren der Künstlergruppen ›SPUR‹, ›Geflecht‹ und ›Kollektiv Herzogstrasse‹.

Die Retrospektibe Ausstellung und ein Katalog entstehen in Kooperation mit der Kunsthalle Emden, dem Kunstmuseum Ravensburg und dem Nachlass Helmut Sturm.